Forst- und Holzwirtschaft
Im BMELV ist Referat 532 für den Bereich Holzmarkt, Holzabsatzförderung und Holzverwendung zuständig. Anfragen können per Mail an 532@bmelv.bund.de gerichtet werden.
Holzmarkt
In Deutschland ist die Waldwirtschaft nach der Landwirtschaft die flächenmäßig bedeutendste Landnutzungsform. Sie erstreckt sich über 11,1 Mio. Hektar oder 31 % der Landfläche. Die Forst- und Holzwirtschaft trägt mit ca. 3 % zum Bruttoinlandsprodukt bei, bietet über 1 Mio. Beschäftigten einen Arbeitsplatz und verzeichnet einen Umsatz von mehr als 100 Mrd. € je Jahr. In Deutschland haben sich nach den Ergebnissen der aktuellen Bundeswaldinventur mit rund 3,4 Mrd. m3 hohe Vorräte aufgebaut. Im Vergleich nimmt Deutschland damit die Spitzenposition in Europa ein. Die Ursachen für diesen hohen Vorratsaufbau sind vielfältig. Die aktuelle Bundeswaldinventur weist einen jährlichen Zuwachs von rund 95 Mio. m3 je Jahr aus, bisher ist von niedrigeren Zuwächsen ausgegangen worden. Dem steht ein statistisch erfasster Einschlag von rund 48 Mio. m3 im Durchschnitt der letzten fünf Jahre gegenüber.
Fakt ist, dass nicht der gesamte Zuwachs für eine Nutzung zur Verfügung steht. Unter Annahme der Fortsetzung bisheriger Waldbehandlungsmethoden wird das jährlich nutzbare Potenzial auf rund 80 Mio. m3 eingeschätzt. Damit sind für eine Ausweitung der stofflichen und energetischen Nutzung noch Reserven vorhanden, ohne die Nachhaltigkeit der Waldbewirtschaftung zu gefährden. Die Holznutzung sichert sogar eine nachhaltige Bewirtschaftung der Wälder. Denn der Holzverkauf bildet mit über 90 % der Einnahmen der Forstbetriebe die wirtschaftliche Grundlage für die nachhaltige Waldbewirtschaftung.
Eine Mobilisierung dieser Reserven bedarf der Weiterentwicklung bestehender Konzepte auf allen Ebenen der Wertschöpfungskette, um den Rohstoff zu wettbewerbsfähigen Kosten in die Be- und Verarbeitungsbetriebe zu bringen.
Eine intensivere Holzverwendung aus heimischen Wäldern verbindet deshalb mehr Arbeitsplätze und Wirtschaftswachstum insbesondere in ländlichen Räumen mit vielen weiteren Vorteilen. Denn die nachhaltige Holznutzung in Deutschland ist klimaschonend, energieeffizient, umweltfreundlich und ersetzt importierte Rohstoffe.
Einen detaillierten Überblick über die Rohholzbereitstellung durch die Forstbetriebe und die Verwendung in den holzwirtschaftlichen Betrieben geben die Holzmarktberichte des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz.

