Besondere Ernteermittlung
Dokumente zur Besonderen Ernte und Qualitätsermittlung werden durch die Redaktion in der BLE aufbereitet, Anfragen können an agrar@ble.de gerichtet werden. Im Ministerium ist Referat 123 federführend zuständig, E-Mail 123ST@bmelv.bund.de .
Vorläufiges Ernteergebnis 2010
Die diesjährige Getreideernte (einschließlich Körnermais) wird 2010 nach Auswertung der Besonderen Ernte‑ und Qualitätsermittlung (BEE) insgesamt rd. 43,8 Mill. t erreichen. Damit dürfte das hohe Ergebnis von 2009 um 12,0 % unterschritten werden. Auch der langjährige Durchschnitt (46,8 Mill. t) wird noch um 6,6 % verfehlt. Ursachen für diese Entwicklung sind eine Einschränkung des Anbaus und in noch stärkerem Maße der Rückgang der Hektarerträge. Eine in etwa vergleichbare Erntemenge wurde in den Jahren 2002 und 2006 erzielt, sie liegt allerdings noch deutlich über der Erzeugung in den Jahren 2003 und 2007.
Der Anbau von Getreide wurde 2010 nach dem vorläufigen Ergebnis der Bodennutzungshaupterhebung um 3,9 % auf 6,64 Mill. ha eingeschränkt und lag 2,9 % unterhalb des langjährigen Durchschnitts. Die größte Anbaufläche gab es zuletzt im Jahr 2008 (7,04 Mill. ha).
Quelle: Pressemitteilung BMELV vom 03.09.2010
Ernte 2010: Mengen und Preise
- Tabelle: Getreideernte 2010 nach Ländern
- Tabelle: Winterrapsernte 2010 nach Ländern
- Diagramm: Hektaerträge nach Getreidearten
Besondere Ernte- und Qualitätsermittlung bei Getreide, Kartoffeln und Winterraps 2009 - Erträge und Qualität
Herausgeber der Broschüre "Besondere Ernte- und Qualitätsermittlung" ist das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz. Die redaktionelle Bearbeitung erfolgt in der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung.
Auf der Basis des Agrarstatistikgesetzes wird in der Bundesrepublik Deutschland jährlich die Besondere Ernte- und Qualitätsermittlung (BEE) bei den Fruchtarten Getreide, Kartoffeln und Winterraps durchgeführt. Sie hat die Aufgabe, zu einem möglichst frühen Zeitpunkt exakte Angaben über die Menge und Qualität der Ernte ausgewählter Fruchtarten für das gesamte Bundesgebiet und für die Länder zu liefern.
Die BEE wird durch die Länder eigenverantwortlich durchgeführt. Hiervon sind die Stadtstaaten Berlin, Bremen und Hamburg ausgenommen. Die Ermittlung von qualitativen Parametern der Getreideproben der nach dem Stichprobenverfahren ausgewählten Felder erfolgt als Bundesaufgabe durch das Max-Rubner-Institut (ehemals Bundesforschungsanstalt für Ernährung und Lebensmittel). Dies ermöglicht u. a. einen repräsentativen Überblick über ausgewählte Backeigenschaften und Inhaltsstoffe sowie der Belastung mit Mykotoxinen der geernteten Getreidepartien.
Unter Verwendung der Anbauflächen aus der Bodennutzungshaupterhebung wird aus den Daten die vorläufige und endgültige Getreide- und Kartoffelernte der Länder und des Bundesgebietes ermittelt.
Für die Vorbereitung und Auswertung der BEE ist beim Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) ein Sachverständigenausschuss gebildet worden, dem Vertreter des BMELV, des Statistischen Bundesamtes, der Bundesforschungsanstalt für Ernährung und Lebensmittel, der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung, der jeweils zuständigen Obersten Landesbehörden und der Statistischen Landesämter sowie des Verbandes der Landwirtschaftskammern angehören.
Die Broschüre der Besonderen Ernteermittlung wurde mit einem Beitrag über die agrarmeteorologische Situation der Bundesländer zur Ernte 2009 von der Agrarmeteorologischen Forschungsstelle Braunschweig des Deutschen Wetterdienstes ergänzt.
Ausgewählte Daten auch über nicht in der BEE einbezogene Feldfrüchte sowie die Ergebnisse der Ernte 2009 in Tabellenform erhalten Sie im Menüpunkt Daten & Tabellen.

