Besondere Ernteermittlung
Dokumente zur Besonderen Ernte und Qualitätsermittlung werden durch die Redaktion in der BLE aufbereitet, Anfragen können an agrar@ble.de gerichtet werden. Im Ministerium ist Referat 123 federführend zuständig, E-Mail 123ST@bmelv.bund.de .
Winteraussaat 2011
Landwirte in Deutschland haben im Herbst 2011 auf einer Ackerfläche von 5,52 Millionen Hektar Wintergetreide ausgesät. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, war damit die Aussaatfläche für die Ernte 2012 um rund 172.000 Hektar beziehungsweise gut 3 % größer als 2011.
(Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 484 vom 22.12.2011)
Erfolgreiche Kartoffelernte 2011: Hervorragende Erträge, aber schwächeres Preisniveau
Das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz gab am 28.09.2011 das erste vorläufige Ernteergebnis für Kartoffeln bekannt:
Die Kartoffelernte 2011 in Deutschland wird rund 11,9 Millionen Tonnen erreichen und damit um 17,6 Prozent über dem Vorjahresergebnis liegen. Dies ist das Ergebnis des Bund-Länder-Sachverständigenausschusses für die besondere Ernte und Qualitätsermittlung Hauptursache für diese positive Entwicklung sind die stark gestiegenen Hektarerträge bei leicht ausgedehnten Anbauflächen. Auch der mehrjährige Durchschnitt (2005 bis 2010) von 11,1 Millionen Tonnen wird übertroffen (+7,7 Prozent).
Die Kartoffeln konnten im Frühjahr unter optimalen Bedingungen gepflanzt werden. Allerdings kam es aufgrund der lang anhaltenden Trockenheit vielfach zu einem geringen Knollenansatz. In vielen Betrieben musste beregnet werden, was die Produktionskosten erhöhte. Die häufigen Sommerniederschläge führten zu einem hohen Anteil von Übergrößen. Diese sind zwar von der Verarbeitungsindustrie erwünscht, gestalten die Vermarktung von Speisekartoffeln aber schwieriger. Obwohl die Haupternte etwa zwei Wochen früher begann als in Normaljahren, verzögerten sich die Rodungen immer wieder, weil die Flächen wegen des Regens ein Befahren nicht zuließen. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Nässe auf die Haltbarkeit der Knollen auswirkt. Die Ernte ist insbesondere bei Industriekartoffeln noch nicht abgeschlossen, dennoch können aufgrund der bisher ausgewerteten Proberodungen zuverlässige Aussagen über die Erzeugungsmenge getroffen werden.
Vorläufiges Ernteergebnis 2011
Die diesjährige Getreideernte ist durch extreme Witterungsverhältnisse gekennzeichnet. Eine lang andauernde Frühjahrstrockenheit sowie durchwachsene Sommermonate mit sehr unterschiedlichen Temperaturen und häufigen z. T. sintflutartigen Regenfällen. Nachdem das Getreide zunächst einen Vegetationsvorsprung von etwa zwei Wochen gegenüber Normaljahren hatte, führte das wechselhafte Wetter nach frühem Erntebeginn in vielen Regionen zu starken Verzögerungen der Druscharbeiten. Entsprechend schleppend verliefen auch die Ertragsmessungen; inzwischen reichen diese aus, um repräsentative Aussagen zur Ernte treffen zu können
Die deutsche Getreideernte (einschließlich Körnermais) wird 2011 nach bisheriger Auswertung der Besonderen Ernte- und Qualitätsermittlung (BEE) insgesamt 41,4 Mill. t erreichen. Nach den Einbußen im Vorjahr bedeutet das einen erneuten Rückgang, diesmal in Höhe von 6,1 % gegenüber 2010. Der langjährige Durchschnitt (2005/10) wird um 9,4 % unterschritten. Auf noch niedrigerem Niveau lagen die Erzeugungsmengen im vereinten Deutschland nur in den Jahren 2003 (39,4 Mill. t) und 2007 (40,6 Mill. t). Die bisherige Spitzenernte erreichte 2004 insgesamt 51,1 Mill. t. Wichtigste Ursache der aktuellen Entwicklung sind deutlich geringere Hektarerträge, während der Anbauumfang nur leicht abgenommen hat.
Ernte 2011: Mengen und Preise (Stand 01.09.2011)
- Tabelle: Getreideernte 2011 nach Getreidearten
- Tabelle: Getreideernte 2011 nach Ländern
- Tabelle: Winterrapsernte 2011 nach Ländern
- Tabelle: Kartoffelernte 2011 nach Ländern
- Tabelle: Winterrapsernte 2011 - 2. vorläufiges Ergebnis
- Diagramm: Hektarerträge nach Getreidearten
- Diagramm: Hektarerträge von Getreide insgesamt nach Ländern
Besondere Ernte- und Qualitätsermittlung bei Getreide, Kartoffeln und Winterraps 2010 - Erträge und Qualität
Herausgeber der Broschüre "Besondere Ernte- und Qualitätsermittlung" ist das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz. Die redaktionelle Bearbeitung erfolgt in der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung.
Auf der Basis des Agrarstatistikgesetzes wird in der Bundesrepublik Deutschland jährlich die Besondere Ernte- und Qualitätsermittlung (BEE) bei den Fruchtarten Getreide, Kartoffeln und Winterraps durchgeführt. Sie hat die Aufgabe, zu einem möglichst frühen Zeitpunkt exakte Angaben über die Menge und Qualität der Ernte ausgewählter Fruchtarten für das gesamte Bundesgebiet und für die Länder zu liefern.
Die BEE wird durch die Länder eigenverantwortlich durchgeführt. Hiervon sind die Stadtstaaten Berlin, Bremen und Hamburg ausgenommen. Die Ermittlung von qualitativen Parametern der Getreideproben der nach dem Stichprobenverfahren ausgewählten Felder erfolgt als Bundesaufgabe durch das Max-Rubner-Institut (ehemals Bundesforschungsanstalt für Ernährung und Lebensmittel). Dies ermöglicht u. a. einen repräsentativen Überblick über ausgewählte Backeigenschaften und Inhaltsstoffe sowie der Belastung mit Mykotoxinen der geernteten Getreidepartien.
Unter Verwendung der Anbauflächen aus der Bodennutzungshaupterhebung wird aus den Daten die vorläufige und endgültige Getreide- und Kartoffelernte der Länder und des Bundesgebietes ermittelt.
Für die Vorbereitung und Auswertung der BEE ist beim Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) ein Sachverständigenausschuss gebildet worden, dem Vertreter des BMELV, des Statistischen Bundesamtes, der Bundesforschungsanstalt für Ernährung und Lebensmittel, der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung, der jeweils zuständigen Obersten Landesbehörden und der Statistischen Landesämter sowie des Verbandes der Landwirtschaftskammern angehören.
Die Broschüre der Besonderen Ernteermittlung wurde mit einem Beitrag über die agrarmeteorologische Situation der Bundesländer zur Ernte 2010 von der Agrarmeteorologischen Forschungsstelle Braunschweig des Deutschen Wetterdienstes ergänzt.
Ausgewählte Daten auch über nicht in der BEE einbezogene Feldfrüchte sowie die Ergebnisse der Ernte 2010 in Tabellenform erhalten Sie im Menüpunkt Daten & Tabellen.

