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Begriffsdefinitionen B

Begriff

Definition

Beschäftigte, sozialversicherungspflichtig

... sind alle Arbeiter, Angestellten und alle Personen in beruflicher Ausbildung, die in der gesetzlichen Rentenversicherung, Krankenversicherung und/oder Arbeitslosenversicherung pflichtversichert sind oder für die Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung gezahlt werden.

Besitzarten

Buchführung/Forst:
Staatswald ist Wald, der im Alleineigentum des Bundes oder eines Landes steht, sowie Wald im Miteigentum eines Landes, soweit er nach landesrechtlichen Vorschriften als Staatswald angesehen wird. Körperschaftswald ist Wald, der im Alleineigentum der Gemeinden, der Gemeindeverbände, der Zweckverbände sowie sonstiger Körperschaften, Anstalten und Stiftungen des öffentlichen Rechts steht; ausgenommen ist der Wald von Religionsgemeinschaften und deren Einrichtungen sowie von Realverbänden, Hauberggenossenschaften, Markgenossenschaften, Gehöferschaften und ähnlichen Gemeinschaften (Gemeinschaftsforsten), soweit er nicht nach landesrechtlichen Vorschriften angesehen wird.
Privatwald ist Wald, der weder Staatswald noch Körperschaftswald ist.

Bestandsveränderungen, aktivierte Eigenleistungen

Buchführung:
Mengen- und Wertänderungen bei fertigen und unfertigen Erzeugnissen sowie Tieren. Entsprechende Veränderungen bei Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen, sowie bei bezogenen Waren werden beim Materialaufwand erfasst.

Bestandsveränderung, Tiere

Buchführung:
In der Bilanz sind die Tiere in dem Sonderposten Tiervermögen zwischen Anlage- und Umlaufvermögen ausgewiesen. Sie werden wie Umlaufvermögen behandelt, d.h. alle Tierverkäufe sind in der GuV Umsatzerlöse und alle Tierzukäufe Materialaufwand. Am Ende des Geschäftsjahres erfolgt eine Bestandsaufnahme und die Bestandsveränderung gegenüber dem Anfang wird in der GuV analog zu den Bestandsveränderungen bei fertigen und unfertigen Erzeugnissen ausgewiesen.

Betrag, auf bilanziell entlasteten Altkreditbetrag aufgelaufene Zinsen am Bilanzstichtag

Buchführung:
Auf den aufschiebend bedingt untergegangenen Altkreditbetrag aufgelaufener entlasteter Zinsbetrag mit Stand zum Bilanzstichtag.

Betrag, bilanziell entlasteter Betrag am Bilanzstichtag

Buchführung:
Durch die bilanzielle Entlastung aufschiebend bedingt untergegangener Kredit- und Zinsbetrag gegenüber der Gläu-bigerbank mit ihrem Stand zum Bilanzstichtag.

Betrag, bilanziell entlasteter Betrag bei Abschluss der Rangrücktrittsvereinbarung (RRV)

Buchführung:
Summe aus bilanziell entlastetem Kredit- und Zinsbetrag zum Zeitpunkt der RRV. Die bilanzielle Entlastung durch Abschluss einer Rangrücktrittsvereinbarung mit der Gläubigerbank führt zu einem aufschiebend bedingtem Untergang der Verbindlichkeiten. Wird ein Jahresüberschuss erwirtschaftet (bzw. wird notwendiges Betriebsvermögen oder nicht wieder zu ersetzendes Anlagevermögen veräußert), so lebt die Schuld wieder auf.

Betrag, entschuldeter Betrag durch die Treuhandanstalt (THA)

Buchführung:
Summe aus durch die THA entschuldetem Kredit- und (darauf aufgelaufenem) Zinsbetrag. Die Entschuldung von Altverbindlichkeiten durch die THA führt zu einem endgültigen Untergang der Verbindlichkeiten.

Betriebe, landwirtschaftliche

... sind, wenn nicht anders definiert, Betriebe mit 2 ha LF und mehr bzw. mit einer Mindestgröße an Erzeugungseinheiten oder mit Spezialkulturen oder Tierbeständen, wenn festgelegte Mindestgrößen erreicht oder überschritten werden.

Betriebsarten

Buchführung/Forst:
Die Betriebsarten sind bestimmte Bewirtschaftungsformen des Waldes, die sich vor allem in der Verjüngungsmethode unterscheiden, und zwar schlagweiser Hochwald, Dauerwald, Mittelwald und Niederwald (Stockausschlagwald).
Hochwald ist ein aus Kernwüchsen (natürliche Ansamung, Saat und Pflanzung) hervorgegangener Wald.
a) Schlagweiser Hochwald ist Hochwald, in dem Pflege-, Ernte- und Verjüngungsmaßnahmen räumlich getrennt ganze Bestände bzw. deren Teilflächen erfassen.
b) Dauerwald ist eine Form des Wirtschaftswaldes, bei der im Gegensatz zum schlagweisen Hochwald die Nutzung auf Dauer einzelbaum-, gruppen- oder kleinflächenweise erfolgt.
Mittelwald ist eine Mischform aus Niederwald und Hochwald, mit Oberholz aus aufgewachsenen Stockausschlägen und Kernwüchsen sowie Unterholz aus Stockausschlag, Wurzelbrut und Kernwuchs
Niederwald (Stockausschlagwald) ist ein aus Stockausschlag oder Wurzelbrut hervorgegangener Wald.

Betriebseinkommen

Buchführung:
Gewinn bzw. Jahresüberschuss vor Steuern zuzüglich Pachtaufwand, Zinsaufwand und Personalaufwand. Kennzahl entspricht der Summe aller im Unternehmen erzielten Faktoreinkommen, d.h. Betrag, der zur Entlohnung aller im Unternehmen eingesetzten Faktoren zur Verfügung steht.

Betriebsergebnis

Buchführung:
Saldo aus betrieblichen Erträgen (Umsatzerlöse, Bestandsveränderungen, sonstige betriebliche Erträge) und betrieblichen Aufwendungen (Materialaufwand, Personalaufwand, sonstige betriebliche Aufwendungen).

Betriebsfläche

siehe Buchstabe F

Betriebsform

Buchführung:
Die Betriebsform eines Betriebes wird durch den relativen Beitrag der verschiedenen Produktionszweige des Betriebes zum gesamtbetrieblichen Standarddeckungsbeitrag gekennzeichnet. S. die Übersicht der Betriebsformen.

Betriebskoeffizient

Buchführung:
Maßstab für die Rentabilität eines Unternehmens bzw. von Unternehmensteilen. Der Aufwand wird in Relation zum erzielten Ertrag dargestellt. Die Rentabilität ist um so größer, je weiter der Wert unter 100 liegt.

Betriebssteuern

siehe Buchstabe S

Bevölkerung

Dazu zählen alle Personen am Ort der alleinigen bzw. Hauptwohnung, einschließlich der im Bundesgebiet gemeldeten Ausländer und Ausländerinnen, nicht aber die Angehörigen der ausländischen Streitkräfte sowie der ausländischen diplomatischen und konsularischen Vertretungen mit ihren Familienangehörigen.

Bilanz

Buchführung:
In der Bilanz erfolgt eine Gegenüberstellung von Vermögen (Aktiva) und Kapital (Passiva), die der Gewinnermittlung des Unternehmens dient. Die Aktivseite der Bilanz zeigt die Kapitalverwendung, die Passivseite die Kapitalherkunft. S. hierzu Kennzahlen der Buchführung

Bilanzvermögen

siehe Buchstabe V Vermögen

BMELV-Jahresabschluss

... entspricht den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und kann daher in der Landwirtschaft für alle Rechtsformen verwendet werden. Die festgelegte Abgrenzung der Positionen im Abschluss führt zu einer Vereinheitlichung der Begriffe und ermöglicht Betriebsvergleiche innerhalb der in der Landwirtschaft anzutreffenden Rechtsformen sowie mit anderen Betrieben der gewerblichen Wirtschaft. Der Jahresabschluss wird gegen eine Vergütung von Steuerberatern und landwirtschaftlichen Buchstellen erstellt. Die Mitarbeit im Testbetriebsnetz ist freiwillig. Er bildet die Grundlage für die Datenerfassung ab dem Wirtschaftsjahr 1995/96.

Bohnenwert

siehe Buchstabe P Produkteinheiten

Bruttoanlageinvestitionen

... untergliedern sich in Ausrüstungen, Bauten und sonstige Anlagen (u.a. Nutzvieh, Nutzpflanzungen, Computersoftware).

Brutto-Bodenproduktion

... stellt die Bodenleistung ohne Rücksicht auf die Art ihrer Verwertung dar. Alle landwirtschaftlich genutzten Flächen sind mit ihren ermittelten oder geschätzten Erträgen einbezogen.

Bruttoeigenerzeugung

... an Fleisch umfasst sämtliche im Inland erzeugten Tiere, unabhängig von der Schlachtung im In- oder Ausland. Sie errechnet sich aus den Inlandsschlachtungen (gewerbliche Schlachtungen und Hausschlachtungen) abzüglich der eingeführten und zuzüglich der ausgeführten Schlacht-, Nutz- und Zuchttiere. Angaben in Schlachtgewicht, d. h. einschließlich Knochen und Abschnittfette.

Bruttoinlandsprodukt

... ist in erster Linie ein Produktionsindikator und ergibt sich aus der bereinigten Bruttowertschöpfung aller Wirtschaftsbereiche zuzüglich der Gütersteuern und abzüglich der Gütersubventionen.

Bruttoinvestitionen

Buchführung:

Gesamter Zugang zum Investitionsbereich, d.h. Zugänge zum Anlagevermögen sowie Bestandsveränderungen bei Tieren und Vorräten.

Bruttonationaleinkommen

... ergibt sich, indem zum Bruttoinlandsprodukt die von der übrigen Welt empfangenen Primäreinkommen (Arbeitnehmerentgelt, Vermögenseinkommen, Subventionen) hinzugezählt und an die übrige Welt geleisteten Primäreinkommen (Arbeitnehmerentgelt, Vermögenseinkommen, Produktions- und Importabgaben) abgezogen werden.

Bruttowertschöpfung

... der Wirtschaftsbereiche wird in der Regel durch Abzug der Vorleistungen von den Produktionswerten ermittelt. Durch Addition der Bruttowertschöpfung der Wirtschaftsbereiche erhält man zunächst die unbereinigte Bruttowertschöpfung. Wird von der unbereinigten Bruttowertschöpfung die unterstellte Bankgebühr abgezogen (eine Vorleistung, die nicht auf einzelne Wirtschaftsbereiche aufgeteilt werden kann), ergibt sich die bereinigte Bruttowertschöpfung.